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[Gastbeitrag] Taiwan als Gastgeber – Tolle Unterkünfte und besondere Menschen

Während unserer Taiwanreise haben wir einmal die ganze Insel umrundet. Dementsprechend haben wir nicht nur viele tolle Plätze, sondern auch eine Menge verschiedener Unterkünfte gesehen. Von großen und kleinen Hotels bis über Guesthouses, in denen wir so gut wie alleine waren und einer Pension, in der wir mit unserer Gastfamilie gefrühstückt haben, war alles dabei.

Der Grund dafür, dass es uns auf unserer Reise im März letzten Jahres für 5 Wochen nach Taiwan verschlagen hat, war eine alte Lady, mit der wir zufällig in einer Buchhandlung, beim Durchstöbern der Bildbände und Reiseführer, Bekanntschaft gemacht haben. Als sie gesehen hat, wie wir uns gerade an einem Taiwan-Reiseführer zu schaffen gemacht haben, hat sie uns einfach angesprochen. Voller Begeisterung hat sie von ihrer Reise berichtet und uns von der traumhaften Landschaft und der Freundlichkeit der Menschen vorgeschwärmt. Ihre Erzählungen haben uns regelrecht gefesselt. Wir haben erst eine Stunde später, aber dafür mit Herzchen in den Augen und dem Taiwan-Reiseführer in der Tasche den Shop wieder verlassen. Hätten wir sie nicht getroffen, hätten wir uns vielleicht gar nicht für diese Destination entschieden, was ein rieser Fehler gewesen wäre. Denn die alte Dame hatte vollkommen Recht. Schon vom ersten Tag an hat uns Taiwan verzaubert.

Aber was ist es, das Taiwan für uns so einzigartig gemacht hat? Einfach alles! Die heißen Quellen, die sich mit dem eiskalten Flusswasser mischen und eine angenehm temperierte Badewanne entstehen lassen. Flammen die verspielt aus der Erde züngeln und jedem Feuerspucker die Show stehlen. Wanderwege, die zur Gänze aus Baumstämmen bestehen und wie Leitern in der Luft zu schweben. Berge, die den Abenteurer in einem wecken und auf deren Spitze man sich wie der König der Welt fühlt. Wasserfälle, die einen in die Welt von Wassergöttern und Flusselfen entführen. Und natürlich die Menschen, die uns unseren Trip durch Taiwan versüßt haben. Allen voran unsere unheimlich lieben Gastgeber! Denn in ihren Unterkünften haben wir uns wie zu Hause gefühlt!

Taipeh – Main Inn Hotel

Taipehs Main Inn Hotel hat eine großartige Lage, die einem jedoch auch gefährlich werden kann. Du fragst dich wieso? Weil genau unter dem Hotel die Taipei City Mall verläuft und der Zugang dazu (Exit Y13) liegt gleich vor der Haustür. Die Taipei City Mall ist ein riesiges Untergrund-Shopping-Paradies, in dem man von Kleidung bis Anime Merchandise alles findet. Sogar eine Spielhalle, ein Maid Café und ein tolles Eisgeschäft, das „Cold Stone“, sind dabei. Kein Wunder also, dass wir uns dort beinahe zwei ganze Tage aufgehalten haben. Zu unserer Verteidigung: an diesen beiden Tagen hat es wie aus Eimern geschüttet. Und trotzdem hätten wir uns auch noch einen dritten Tag dort verlieren können . Sehr praktisch ist, dass man unterirdisch über die Taipei City Mall auch die Taipei Main Station erreicht. Von ihr gelangt man so gut wie überall hin und stolpert dabei gleich in den nächsten Einkaufshimmel. Denn die Taipei Main Station ist Bahnhof, U-Bahn-Station und Shoppingcenter in einem. Tipp: Beard Papa’s und Ten Ren’s Tea unbedingt probieren!

Aber jetzt zum Hotel selbst. Es wirkt anfangs ein bisschen düster, da die Gänge und Zimmer nur schwach beleuchtet sind und es auch kaum Fenster gibt. Dennoch haben wir uns dort sehr wohlgefühlt. Die Zimmer sind sehr klein, aber modern eingerichtet. Das Bett nimmt den Großteil des Raumes ein. Vielleicht war es gerade das, was das Zimmer so kuschelig gemacht hat. Im letzten Stock befindet sich ein Aufenthaltsraum, in dem gratis Kekse, Kaffee, Tee und Wasser zur Verfügung stehen. Dort kann man auch zum Nulltarif seine Wäsche waschen.

Taichung – Hotel Mi Casa

Das Personal im Hotel Mi Casa ist einfach super freundlich und hilfsbereit. Da die Dame in der Wäscherei kein Englisch gesprochen hat, haben uns die Angestellten die Waschanweisungen für sie auf taiwanesisch aufgeschrieben. Die Wollsachen 30°C, die Hosen 40°C …. Nur blöd, dass wir später herausgefunden haben, dass das alles ganz umsonst war, denn in Taiwan wird alles kalt gewaschen. 😅 Obwohl sich die Rezeptionisten bestimmt über uns gewundert haben, haben sie uns dennoch alles geduldig notiert. Das Hotel selbst verfügt über einen liebevoll dekorierten Eingangsbereich, in dem Designerlampen von der Decke baumeln und große Holzskulpturen das Ambiente komplettieren. Die frischen Blumen am Rezeptionstresen versprühen einen wunderbaren Duft, der dem Raum noch mehr Wohlfühlcharakter einhaucht. Die Zimmer sind in warmen Erdtönen gehalten und obwohl sie sehr klein sind, sind sie doch sehr gemütlich. Das Hotel Mi Casa verfügt außerdem über ein kleines Café, dem Mi Café, in dem am Morgen das Frühstück serviert wird. Es gibt verschiedene Sets, bestehend aus Ei, Schinken, Speck oder Würstchen, helle, dunkle Brötchen oder Toast und Salat zur Auswahl. Wir können ganz klar sagen, dass das Mi Casa von allen taiwanesischen Hotels in denen wir gewohnt haben das beste Frühstück hatte. Auch seine Lage ist super. Der Bahnhof Taichung Station liegt nämlich genau gegenüber, somit befinden sich auch rundherum viele Restaurants und Geschäfte.

Kaoshiung – Hotel Midtown Richardson

Das Hotel Midtown Richardson in Kaoshiung ist ein typisches Businesshotel und liegt nur wenige Meter von der U-Bahn-Station Houyi entfernt. Von dort sind es nur vier Stationen mit der roten Linie zum malerischen und tempelumringten Lotus Pond. Der wohl bekannteste Tempel dort: die Dragon and Tiger Pagodas. Auch zu einer der schönsten U-Bahn-Stationen der Welt, dem Dome of Light, ist es vom Hotel aus nur ein Katzensprung. Das Hotel Midtown Richardson ist verhältnismäßig groß und klassisch eingerichtet. Die Zimmer sind geradlinig und stylish. Preislich ist es jedoch etwas gehoben.

Kenting – Check In Hotel

Unser Zimmer im Check In Hotel: Sandfarbener Parkettboden, eine blassgraue Ziegelmauer, eine kleine Sitzgruppe, ein großes federweiches Bett, dahinter eine naturbelassene Holzwand ein Fernseher versteht sich und ein großes Fenster. Die vorherrschende Farbe ein freundliches hellblau – passend zu der malerischen Landschaft der Südspitze Taiwans. Das Hotel hat insgesamt neun individuell eingerichtete Zimmer, die alle nur von einem einzigen Mann gehegt und gepflegt werden. Richtig gehört! Das Check In ist im wahrsten Sinne des Wortes eine One-Man-Show. Der Besitzer führt das Hotel ganz alleine und was man von einem Mann nicht erwarten würde: er hat alles tiptop! Nichts sieht abgewohnt aus, ganz im Gegenteil es wirkt, als wäre alles nigelnagelneu. Zudem ist er auch ein wahnsinnig lieber Mensch. Jeden Morgen hat er uns mit Sandwiches und Tee von einer taiwanesischen Fastfood-Kette verwöhnt und wenn wir morgens mal Lust auf etwas anders hatten haben wir stattdessen Seven Eleven Gutscheine bekommen. Einmal hat er uns sogar für einen ganzen Tag sein Moped geliehen – so, so lieb!!!

„Der Nationalpark Kenting umfasst die südliche Spitze der Insel Taiwan. Der Park, der zum Landkreis Pingtung gehört, ist überaus reich an verschiedenen Landschaftsformen und Naturschönheiten sowie Flora und Fauna und eines der beliebtesten Ausflugs- und Reiseziele Taiwans.“ [Quelle: Wikipedia]

Taitung – Woodenfish Hotel

Das Woodenfish Hotel liegt an der taiwanesischen Ostküste, in der Nähe der Donghe Bridge. Es ist ein schnuckliges Häuschen, das in einem prächtigen Palmengarten, gleich an der Hauptstraße steht und somit kaum zu verfehlen ist. Die Einrichtung ist zwar minimalistisch, aber dennoch sehr schön. Es wurde viel Wert auf Naturmaterialien gelegt. So finden sich beispielsweise im Eingangsbereich, der gleichzeitig als Frühstücksraum dient, Tische und Hocker aus massiven und zum Teil wild geformten Holzstämmen. Die Besitzerin ist eine herzliche Dame mit zwei süßen Hunden, die jedoch fast kein Wort Englisch spricht. Dennoch hat die Kommunikation zwischen uns sehr gut funktioniert. Mit Händen und Füßen? Nein, mit dem Google-Translator. 😉 Dieses Teil funktioniert echt besser, als man denkt.

Hualien – Sunny Path Guesthouse

Gut versteckt in einer ruhigen Gasse unter einer Vielzahl gleichaussehender Häuserfronten und Eingängen befindet sich das Tor zum Sunny Path Guesthouse. Die Rezeption ist nur selten besetzt. Um als Gast trotzdem ins Haus zu gelangen, bekommt man einen Türcode. Drin wartet dann auf einen der Zimmerschlüssel, der geduldig auf einer Aufhängung beim Treppenaufgang baumelt. Schon der Rezeptionsbereich und das Treppenhaus bestechen durch ihren einzigartigen Stil, der sich durch viel Liebe zum Detail auszeichnet. Als wir unser Zimmer betraten, waren wir dann vollends begeistert. Ein angenehm heller und sonniger Raum mit einem großen bequemen Bett, einer Sitzgruppe, einem kleine Sofa, darunter ein weicher Teppich, eine Spiegelkommode, ein hübsches weißes Bad und ein süßes Hirschbild an der Wand. Jedes Zimmer in diesem Guesthouse ist etwas Besonderes, denn keines gleicht dem anderen. Das Sunny Path ist nur unweit von der Zhongshan Road entfernt. Auf ihr findet man Restaurants, Imbissstände, Geschäfte und vieles mehr. Während unseres Aufenthalts im Sunny Path haben wir, obwohl viele der Zimmer belegt waren, nie jemanden zu Gesicht bekommen. So kommt man sich vor, als hätte man das ganze Haus für sich alleine 😊. Die Gastgeberin Erica Lin ist super sympathisch und hat viele gute Ausflugstipps auf Lager. Außerdem hat sie uns bei der Einholung der Genehmigung für den Zhuilu Old Trail in der Taroko Schlucht sehr unterstützt, indem sie uns ihre Reisepassnummer geliehen hat und wir sie als Notfallkontakt einsetzen durften. Schade nur, dass es aufgrund eines technischen Problems auf der Homepage dann doch nicht geklappt hat. Aber beim nächsten Mal bestimmt!

Yilan – Yoyolife Hostel

In Yilan haben wir im Yoyolife Hostel gewohnt. Einer kleinen Pension, die von einer dreiköpfigen Familie betrieben wird, welche selbst im gleichen Haus wohnt. Noch nie wurden wir in einer Unterkunft herzlicher empfangen als hier. Die Besitzer vom Yoyolife sprechen nur ein sehr gebrochenes Englisch, jedoch hat ihre Tochter prima gedolmetscht. Die Zimmer des süßen Häuschens sind zwar nicht besonders groß, aber liebevoll und gemütlich eingerichtet. Auch die Sauberkeit ist top! Ich liebe Reisfelder, umso schöner fand ich es, dass es gleich vor dem Haus eines gibt. Es liegt nämlich etwas abgelegen in einer ruhigen Wohnsiedlung. Die Familie hat uns richtig in ihr Leben integriert, sodass wir uns tatsächlich so gefühlt haben als wären wir zu Besuch bei Freunden. Am Morgen haben wir gemeinsam gegessen und uns dabei etwas näher kennengelernt. Fast zu schade, dass wir nur eine Nacht im Kreis dieser tollen Familie verbringen konnten. Zum Abschied haben wir jedoch noch gemeinsame Erinnerungsfotos geschossen. Und als sie uns dann auch noch zwei selbstgenähte Täschchen und Süßigkeiten als Abschiedsgeschenk überreicht haben stand fest, dass wir bei unserer nächsten Taiwanreise auf alle Fälle wieder bei ihnen übernachten werden.

Keelung – E-Coast Star Hotel

Das Keelung E-Coast Star Hotel liegt in der Nähe des Hafens und des Night Markets und somit sehr zentral. Es ist sehr modern, hat schöne Zimmer, einen gemütlichen Frühstücksraum mit tollem Buffet und was ich am coolsten fand: im Rezeptionsbereich gibt es einen riesigen Totoro Wandsticker (Anime-Figur aus dem Film „Mein Nachbar Totoro“). Der Manager des Hotels ist unglaublich nett. Wir haben an der Rezeption gefragt, ob es möglich ist um eine Nacht zu verlängern. Der Buchungspreis im Hotel war dann aber um einiges teurer, als der auf einer Hotelbuchungsseite im Internet. Im Endeffekt konnten wir dann aber doch direkt im Hotel buchen, da uns der Manager das Angebot gemacht hat den gleichen Preis wie die Hotelbuchungsseite zu verrechnen – diese Geste fanden wir echt super!

Teapot Mountain Trail, Ruifang, Neu-Taipeh

Alle Hotels und Pensionen, in denen wir gewohnt haben waren sehr sauber und hatten alles was man sich von ihnen erwartet: Klimaanlage, Fernseher, etc. Doch manche von ihnen hatten noch ein bisschen mehr. Nämlich liebenswerte Menschen, die unseren Aufenthalt in ihren Unterkünften für uns zu etwas ganz besonderem gemacht haben!

Über die Gastautorin

Asienbummlerin aus Leidenschaft – so beschreibt man Nicole wohl am besten. 2007 hat sie ihre Liebe zu Asien entdeckt, die sie seitdem nicht mehr losgelassen hat. Bis irgendwann das typische Reisen auf Zeit nicht mehr ausreichte und Anfang 2017 eine 5- monatige Auszeit nach Myanmar, Taiwan, Japan und Vietnam unausweichlich war. Zu groß war ihr Drang, für längere Zeit in die bunte Vielfalt Asiens einzutauchen, um die Länder intensiv zu erleben. Seither fühlt sie sich mit der asiatischen Kultur und ihren Menschen mehr verbunden als je zuvor und möchte dieses Lebensgefühl durch ihre Reiseartikel und ihren Reiseblog Open Your Wings mit der Welt teilen. Dabei immer an ihrer Seite: ihr bester Freund und Lebensgefährte Jürgen.

Schaut doch mal bei ihr vorbei:
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